Evangelische StudentInnen Gemeinde Oldenburg

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13.12.2017 Lesung Henning Melber

Kolonialgeschichte in der Gegenwart:

Zum Völkermord in Deutsch Südwestafrika

Zwischen 1904 und 1908 wurden im heutigen Namibia die Ovaherero und Nama von den deutschen Kolonialtruppen in einem Vernichtungskrieg besiegt, der in seinen Konsequenzen als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts gilt. 2015 wurde dies vom Auswärtigen Amt endlich anerkannt. Seither verhandeln Sonderbeauftragte beider Regierungen um eine angemessene Vergangenheitsbearbeitung. Doch es bleiben zahlreiche Herausforderungen.

Der Vortrag fasst die historischen Erkenntnisse und die Etappen bis zur Anerkennung des Tatbestands sowie die seither stattfindenden Verhandlungen zusammen. Dabei wird auch behandelt, was solch deutsche Geschichte mit unserer Gegenwart und unseren Identitäten im 21. Jahrhundert zu tun hat und wie diese virulent und umstritten bleibt.

Vortrag und Diskussion mit Henning Melber

Henning Melber kam als jugendlicher Einwanderer nach Namibia, wo er 1974 der Befreiungsbewegung SWAPO beitrat. Er war Vorsitzender der Namibisch-deutschen Stiftung für kulturelle Zusammenarbeit (NaDS) in Windhoek, wo er von 1992 bis 2000 die Namibian Economic Policy Research Unit (NEPRU) leitete. Er ist Direktor emeritus der Dag Hammarskjöld Stiftung in Uppsala und Professor an den Universitäten von Pretoria und des Freistaats in Bloemfontein.

Er ist Verfasser u.a. von „Namibia. Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit“ (2015, erw. Neuauflage 2017) und (zusammen mit Reinhart Kößler) von „Völkermord – und was dann? Die Politik deutsch-namibischer Vergangenheitsbearbeitung“

Mittwoch 19:00 Uhr, Zeitungsebene der Universitätsbibliothek Oldenburg

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